Ein Blick zurück in die Geschichte

In der Trickbox, wie auch bei meinen Zaubercamps treffe ich auf viele junge Nachwuchskünstler. Sie haben einen vollkommen neuen Zugang zur Zauberkunst, was vor allem an den neuen Medien liegt. Man muss nicht mehr unbedingt in ein Zaubergeschäft gehen, um das Neueste zu sehen. Im Gegenteil! Jede Woche kommen zahllose scheinbar neue Tricks auf den Markt, deren Vorführung man sich bequem auf dem Sofa via Handy in einem cool gemachten Demovideo ansehen kann. Ein paar Klicks mehr und alles wird nachhause geliefert. 

Auch gibt es keinen besonderen Grund mehr in Zauberklubs zu gehen. Findet man doch unendlich viele Erklärungen im Web und mit ein paar Euro Einsatz bekommt kann sogar Zugang zu richtig guten Seminaren mit Top-Künstlern. Und dafür braucht man nicht mal mehr die Wohnung verlassen! Youtube Tutorials ersetzen die Bibliothek von früher. 

Wie meine Perspektive auf diese Entwicklung ist, habe ich bereits in einem früheren Blog-Beitrag beschrieben. Es gibt allerdings noch ein Phänomen, das mit den neuen Medien einher geht. Gibt es einerseits die Möglichkeit an so viel Information wie noch nie innerhalb von Sekunden ranzukommen, wirken viele der jungen Zauberer erstaunlich uninformiert. Einerseits ist es Möglich sich von beinahe jedem bekannteren Zauberkünstler der letzten Jahrzehnte Mitschnitte von Shows anzusehen. Gleichzeitig bekomme ich auf die Frage, welche Zauberkünstler denn so gekannt werden in der Regel immer die gleichen drei Namen genannt. Die Ehrlich Brothers, Shin Lim und Eric Chien. Und das auch bei Einsteigern, die sich bereits vor Monaten begonnen haben mir der Zauberei zu beschäftigen!

Das dies auf mehr als 90% der Kids zutrifft die ich frage ist vor allem in Wien sehr erstaunlich. Einer Stadt mit 6 Zauberklubs, in einem Land wo es so viele ausgezeichnete und sehr erfolgreiche Zauberkünstler gibt. Einer Stadt, die so eine große magische Geschichte vorweisen kann wie kaum eine andere und wo es auch bereits in der Vergangenheit eine große Anzahl an hervorragenden Zauberkünstlern gegeben hat. 

Vor kurzem bin ich im Netz über folgendes Video gestolpert…

Ist das nicht eine schöne, knackige Zusammenfassung? Zugegeben keiner Doktorarbeit, aber braucht man nicht genau so etwas um vor allem Jungzauberern schnell ein kleines Fenster in die Geschichte öffnen zu können? Für jemanden, der noch nie Zauberliteratur in der Hand, oder die Möglichkeit hatte sich mit erfahrenen Zauberkünstlern auszutauschen kann es schnell den Horizont erweitern und Lust auf mehr machen, oder?

Was man als Wiener natürlich vermisst, ist die geschichtliche Bedeutung von Wien, beziehungsweise Österreich ;-). Das wäre doch ein tolles Projekt für einen Zauberklub, so ein Video selbst zu erstellen. Und falls es hier an technisches Know How fehlt, da helfe ich gerne weiter 🙂 !

Was meinst Du, was gehört in so ein Video für die Österreichische Zaubergeschichte alles rein? Bist Du in einem Klub, oder kennst Du einen Klub mit dem man das gemeinsam machen könnte? Schreib mit Deine Ideen dazu in ein Kommentar, mal schauen was zusammenkommt 🙂 !

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