WiMD – Karo im Interview

Heute, am 08.03.2019 ist Weltfrauentag. Das ist für uns ein guter Anlass nochmal auf die ersten Women in Magic Days in Wien hinzuweisen. Gleich mehrere Tage, in denen auf Frauen in der Zauberei aufmerksam gemacht werden soll. Eine Podiumsdiskussion, eine Vernissage, Spezialführungen im Circus- & Clownmuseum, ein Seminar, eine Buchpräsentation und natürlich eine Gala nur mit Zauberinnen sollen hier informieren, beziehungsweise für Unterhaltung sorgen. Robert Kaldy Karo, the Mastermind hinter dieser Aktion, hat mir ein paar Fragen für Euch beantwortet. Viel Spaß beim lesen!

Die Women in Magic Days, inklusive der Gala Show nur mit Zauberinnen wird ja wirklich etwas Einzigartiges. Wie kam es zu der Idee?

Karo: Vor vielen Jahren hatten wir schon einige Symbosien zu diesem Thema im alten Circusmuseum, die sehr gut ankamen. Allerdings gab es damals noch keine Galashow mit den Künstlerinnen. Monika Hemis-Stadlmann arbeitet seit vielen Jahren im Circusmuseum mit und meinte das es wiedermal an der Zeit wäre etwas für die zaubernden Damen zu machen.

Wie war das früher mit den Frauen in der Zauberkunst im Verlgeich zu heute? Hat sich was verändert?

Karo: Es hat auch in der Vergangenheit immer nur ganz selten weibliche Zauberkünstlerinnen gegeben, eine der bekanntesten war Amanda von Oeser, die im Wiener Prater sehr erfolgreich vor 1900 auftrat. Aber die Welt der Unterhaltung war zu dieser Zeit von den Männern dominiert und auch die Geheimnisse der Kunststücke wurde von ihnen sehr gehütet. Aus diesen Gründen schaffte es nur ganz selten eine Frau in diesem Metier Fuß zu fassen. Auch heute gibt es nur sehr wenige international tätige Zauberkünstlerinnen.

Präsentiert wird ja auch Dein neues Buch “Oben am Drahtseil, unten im Löwenkäfig”. Willst Du uns schon ein wenig mehr darüber erzählen?

Karo: In diesem Buch stelle ich Frauenschicksale in den Fokus, mal aus dem Variete, dann wieder aus dem Circus. Ich berichte über starke Frauen die ihren Weg in der Unterhaltungskunst gefunden haben, schreibe aber auch über Schicksalsschläge und skurilles, das Frauen in der Unterhaltung passiert ist. Wie z.B. als sich während einer Vorstellung von Amanda von Oeser im Prater ein in sie unglücklich verliebter Zuckerbäcker erschoss. Oder die am ganzen Körper behaarte Julia Pastrana, nach ihrem frühen Tod, hat sie ihr Gatte ausstopfen lassen. Ihr Leichnam wurde noch Jahrelang im Präuer´schen Panoptikum im Prater gezeigt.

Auch eine spezielle Führung soll es bei den WiMD geben. Kannst Du uns dazu schon ein wenig mehr verraten?

Karo: Monika und ich werden dabei im Museum speziell die Vitrinen ansteuern, die an bekannte Artistinnen erinnern. Wie z.b.die Wienerin Senide, eine Löwenbändigerin die vor 1900 in Europa sehr berühmt war oder das Kostüm des letzten Auftrittes in Wien von Josephine Baker und vieles mehr. Bei dieser Führung sieht man wie wichtig die Frau auch in der sogenannten „Kleinkunst“ ist, nicht nur als hübsches Beiwerk für einen Zauberer.

Wie sieht die Zukunft aus? Soll es weitere WiMD geben?

Karo: Also lieber Gregory wenn Du und Monika wieder im Organisationteam dabei seid, wir wieder interessante Zaubernde Frauen finden die mitmachen wollen, wird es diese Veranstaltung sicher nochmals geben.

Die Veranstaltung auf Facebook findest Du hier…
www.facebook.com/events/277128862956533/

Wir freuen uns auf Deinen Besuch! 🙂

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